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Wichtige Termine im Mai 2019:

Mi., 01.05.2019, Treff 13.45 Uhr am GH, Maibaumstellen am Dorfanger

Fr., 03.05.2019, Treff 19.30 Uhr am GH, Ausbildung-Thema: FwDV 1+2

Sa., 18.05.2019, Treff 9.30 Uhr am GH, Ausbildung-Thema: Brunnenpflege 

Weitere historische Zeitungsartikel über Bochow:

Zauch-Belziger Kreisblatt Belzig, den 1. März 1899:

"Am Mittwoch Nachmittag um ½ 1 Uhr brach in der Scheune des Bauerngutsbesitzers Meß hierselbst ein Feuer aus, das von ziemlich scharfen Wind begünstigt, im Nu die mit Rohr bedeckten Wirtschaftsgebäude ergriff, wobei 8 Kühe und über 200 Schafe ihren Tod in den Flammen fanden. Ebenso brannten das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude des Kossäthen Thiele nieder. Hier konnte aber noch mit genauer Not das Vieh in Sicherheit gebracht werden. Auch die Stallungen des Lehrers Helmstadt wurden ein Raub der Flammen. Über die Entstehung des Feuers verlautet nichts Bestimmtes."

Zauch-Belziger Kreisblatt Belzig, den 27 August 1904:

"Aus Bochow bei Groß Kreutz schreibt man: Unser Dorfteich ist vor einigen Tagen von zwei Angestellten des Zoologischen Gartens in Berlin nach Wasserflöhen abgefischt worden. Diese kleinen Insekten werden auf ausgebreiteten Tüchern an der Sonne getrocknet und zum Füttern ausländischer Tiere verwendet. Also selbst im schmutzigen Dorfteich steckt Kapital."

Zauch-Belziger Kreisblatt Belzig, den 10. September 1925:

"Am Montag Mittag äscherte ein Feuer die Scheune und den Stall des Büdners Otto Richter vollständig ein. Das Wohnhaus und der neue Stall konnten gerettet werden. Verbrannt sind ein Fohlen, eine Häckselmaschine, ein Motor, ein Leiterwagen und ein Kutschwagen. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Der Schaden ist durch Versicherung nicht voll gedeckt."

 

 

Generalanzeiger für das Havelland, Dienstag den 13. Mai 1930:

"Als letzte Gemeinde im hiesigen Amtsbezirk hat nunmehr auch das nahegelegene Dorf Bochow eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen, die Sonntagnachmittag polizeilich abgenommen worden ist. An auswärtigen Freiwilligen Feuerwehren waren dazu erschienen Abordnungen von Groß Kreutz, Alt Töplitz, Plötzin, Göhlsdorf, Kanin, Damsdorf, Trechwitz, Schenkenberg und Götz. Eingeleitet wurde der Tag durch Abnahme einer Prüfung in den Vormittagstunden seitens der Prüfungskommission: Linke-Belitz, stellvertretender Kreisbrandmeister Bartel-Lehnin und Oberführer Memes-Wust. Während Stellmachermeister Ernst Juchert und Landwirt Gustav Krüger sich erfolgreich der Oberführerprüfung unterzogen, bestanden Landwirt Erich Wiese und Obstzüchter Paul Theuerkauf ihre Prüfung als Oberfeuerwehrleute. Gegen 2 ½ Uhr nachmittags stellte sich dann die junge Wehr zunächst mit Fußübungen und Übungen an der Kleinmotorspritze vor, um weiterhin nach Abbringen der Feuerlöschgeräte auf eigenes Signal hin eine Brandangriffsübung am Arbeiterhause des Gutsbesitzers Meß durchzuführen. Drei Schlauchleitungen in kurzer Zeit ausgelegt, um mit ihrer Hilfe die "Flammen" einzudämmen und die benachbarten Gebäude vor dem Übergreifen des Feuers zu schützen. Ein gemeinsamer Ummarsch mit Musik erfolgte nach Schluß der Übung, wobei die alte Spritze, besetzt mit der ehemaligen, alten Bedienungsmannschaft, und die neue Kleinmotorspritze den Festzug eröffneten. Nach dem Vorspruch des Fräulein Rosalia Rüger übergab Gemeindevorsteher Ruhlmann im Anschluss an seine herzlichen Begrüßungsworte die neue Kleinmotorspritze der jungen Wehr. Pfarrer Arnold kennzeichnete als Mitglied der Wehr in trefflicher Art die hohe Bedeutung einer freiwilligen Feuerwehr und den Wert des festen Zusammenhaltens zwischen Wehr und Gemeinde. Oberführer Juchert übernahm sodann die Kleinmotorspritze in seine Obhut, worauf Kreisbrandmeister Linke das freiwillige Feuerlöschwesen erläuterte und dabei auch mitteilte, daß von den 155 Gemeinden des Kreis Zauch-Belzig bereits in 82 Gemeinden Freiwillige Feuerwehren zu finden sind. Ein geselliges Beisammensein mit nachfolgendem Tanz bildete den Abschluß der Veranstaltung."


Zauch-Belziger Kreisblatt Belzig, den 5. April 1934:

"Verpflichtungserklärung der freiwilligen Feuerwehrleute. Der preußische Minister des Innern hat eine Mustersatzung für die Kreisfeuerwehrverbände und in Stadtkreisen aufgestellt. Nach dieser Satzung haben die Feuerwehrwehrmänner nach erfolgreicher Ausbildung, vorwurfsfreier Dienstzeit und abgelegter Prüfung bei ihrer endgültigen Aufnahme folgende Verpflichtungserklärung abzugeben. "Ich gelobe, im Sinne des nationalsozialistischen Staates meinen Führern und meinen Kameraden ein teurer Kamerad zu sein. Meine freiwillig übernommenen Pflichten pünktlich und gewissenhaft zu erfüllen und mich als freiwilliger Feuerwehrmann unter Einsatz meiner ganzen Körperkraft bereitzuhalten. Gott zur Ehr', dem nächsten zur Wehr!"


Zauch-Belziger Kreisblatt, Datum unbekannt:

"In den Abendminuten des Sonnabend erschall gegen 21 Uhr 30 Minuten Feueralarm. Der Halblöschzug der freiwilligen Feuerwehr Bochow des Amtsbezirks Groß Kreutz wurde zur Durchführung einer Nachtübung zusammengerufen. In kurzer Zeit schon waren die Kameraden am Gerätehaus erschienen, um anschließend mit der Kleinmotorspritze am Teich vor der Krügerschen Gastwirtschaft Aufstellung zu nehmen. Der nunmehr folgenden Übung war zugrundegelegt worden, daß der Stall des Bauern August Hoffmann in Brand geraten war. Mit zwei Schlauchleitungen ging es gegen den "Brandherd" vor. Während der Löscharbeiten ging der Annahme zufolge durch Funkenflug infolge des herrschenden starken Nordostwindes auch noch die Scheune des Gastwirtes Krüger in Flammen auf. Das sehr schnelle Eingreifen mit einer dritten Schlauchleitung verhinderte jedoch ein Umsichgreifen des angenommenen neuen Feuers, das bald eingedämmt werden konnte. In der nachfolgenden Besprechung des Brandangriffes erkannte Amtsbezirkswehrführer Schmidt (Groß Kreutz) die wohlgelungene Durchführung der Übung an."


Generalanzeiger für das Havelland 13. Oktober 1938:

"Am Mittwochnachmittag wurden in Bochow zwei mit Erntevorräten gefüllte Scheunen ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf über 15.000 RM. Gegen 17.45 Uhr ertönte im Dorfe Feueralarm. Aus noch ungeklärter Ursache war die Scheune des Bauern Helmuth Bochow in Brand geraten, und eine gewaltige Flammensäule loderte in wenigen Minuten zum Himmel. Der Halblöschzug Bochow war in kürzester Frist zur Stelle und ging dem mit großer Geschwindigkeit um sich greifenden Feuer mit zwei Schlauchleitungen zu Leibe. Wegen der großen Gefahr einer weiteren Ausbreitung des wütenden Elements wurden auch die Nachbarwehren alarmiert; die Großmotorspritze Groß Kreutz, acht Kleinmotorspritzen und zwei Handdruckspritzen eilten auf den Alarm hin sofort zur Brandstelle, wo inzwischen mit fünf Schlauchleitungen, die aus dem Dorfteich gespeist wurden, der Brand wirksam eingedämmt werden konnte. Ein Teil der bereitgestellten Wehren brauchte nicht mehr eingesetzt zu werden. Immerhin wurde von den Flammen, während ein benachbarter Stall gerettet werden konnte, auch die Scheune des Maurers Welle erfaßt und mit den gesamten Erntevorräten gleichfalls vernichtet. In den späten Abendstunden erst konnten die auswärtigen Wehren abrücken, während eine Brandwache der Nacht und des heutigen Tages die Sicherung der Brandstelle übernahm."

 

 

 

 

 

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